{"id":72445,"date":"2024-01-05T10:00:01","date_gmt":"2024-01-05T10:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=72260"},"modified":"2026-02-12T12:39:16","modified_gmt":"2026-02-12T12:39:16","slug":"management-der-lieferkette-5-schluesselstrategien-zur-optimierung-der","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/intelligentes-und-effizientes-arbeiten\/management-der-lieferkette-5-schluesselstrategien-zur-optimierung-der\/","title":{"rendered":"Management der Lieferkette: 5 Schl\u00fcsselstrategien zur Optimierung der Beschaffung in Krisenzeiten"},"content":{"rendered":"<figure class=\"post-hero\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-73577 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1337\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-scaled.jpg 2560w, \/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-300x157.jpg 300w, \/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-1024x535.jpg 1024w, \/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-768x401.jpg 768w, \/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-1536x802.jpg 1536w, \/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Management_der_Lieferkette_5_Schl_sselstrategien_zur_Optimierung_der_Beschaffung_in_Krisenzeiten-2048x1070.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/figure>\n<div class=\"post-content\">\n<p>Die letzten Jahre waren von einer Reihe globaler Krisen gepr\u00e4gt: nat\u00fcrlich die Umweltkrise, dann die Gesundheitskrise, die Wirtschaftskrise und die geopolitische Krise. Die damiteinhergehende Schockstarre veranlasste den Einkauf dazu, sich auf das Dringendste zu beschr\u00e4nken, wobei die Fortf\u00fchrung der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit oberste Priorit\u00e4t hatte. Da sich die meisten dieser Krisen in die L\u00e4nge ziehen, muss sich die Einkaufsfunktion wieder auf ihre Grundprinzipien zur\u00fcckbesinnen, um die derzeitige Profitabilit\u00e4t der Unternehmen zu sichern und gleichzeitig ihr zuk\u00fcnftiges Wachstumspotenzial aufrechtzuerhalten. Dazu muss sie ihre Strategien im Bereich des <i>Supply Chain<\/i> Managements \u00fcberdenken, um ihren Fortbestand langfristig zu sichern.<\/p>\n<h2><i>Supply Chain Management<\/i> in spannungsreichen Zeiten<\/h2>\n<p>Definitionsgem\u00e4\u00df bedeutet <i>Supply Chain Management<\/i> (SCM) die Gesamtheit der Ressourcen, Mittel und Werkzeuge, die eingesetzt werden, um die Lieferkette so optimal wie m\u00f6glich zu steuern. Die Herausforderung besteht darin, die <b>Abl\u00e4ufe zu optimieren<\/b>, von der Beschaffung der Rohstoffe \u00fcber die Verwaltung der Lagerbest\u00e4nde und der Lieferkette bis hin zum Transport der Waren und der Lieferung der fertigen Produkte an den Endkunden innerhalb eines angemessenen Zeitraums. Dies bedeutet, dass alle Produkt-, Informations- und Finanzstr\u00f6me innerhalb der einzelnen Strukturen, aber auch zwischen ihnen, koordiniert und integriert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Krisenzeiten haben die Anf\u00e4lligkeit der globalen Versorgungsketten deutlich gemacht. Dadurch ist das Thema <i>Supply Chain Management<\/i> wieder zu einem Hauptanliegen der Unternehmen geworden. Durch ein solides Lieferkettenmanagement hoffen sie nun, <b>an Agilit\u00e4t und Widerstandsf\u00e4higkeit zu gewinnen,<\/b> um sich einen nicht unerheblichen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.<\/p>\n<h2><i>Supply-Chain-Management<\/i>-Strategie Nr. 1: Kostendrifts aufsp\u00fcren<\/h2>\n<p>Die Unternehmen stehen unter einem enormen Druck, wobei die Kosten und die Verf\u00fcgbarkeit von Rohstoffen oft nur sehr schwer zu \u00fcberblicken sind. Daher ist es umso wichtiger, dass sie ihre Liquidit\u00e4t und die F\u00e4higkeit zur sehr schnellen Mobilisierung von Ressourcen bewahren, um den Bedarf antizipieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vor diesem fragilen und zugleich chancenreichen Hintergrund obliegt es vor allem der Einkaufsfunktion, das Budget zu sichern, indem sie verst\u00e4rkt auf versteckte (bzw. indirekte) Kosten achtet. Ungeregelte Eink\u00e4ufe, zu komplexe und\/oder veraltete Prozesse oder auch Krisenlogistik mit Eillieferungen: Es gilt zahlreiche und m\u00f6glicherweise \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Klippen zu umschiffen. Daher muss die Einkaufsfunktion geschlossen zusammenarbeiten, um die Kontrollen und Vorsichtsma\u00dfnahmen zu verst\u00e4rken, und dabei gleichzeitig die bestehenden Prozesse optimieren, <b>um die Gesamtanschaffungskosten (TCO) unter Kontrolle zu halten<\/b>.<\/p>\n<h2><i>Supply-Chain-Management<\/i>-Strategie Nr. 2: Das Prinzip des fairen Preises beibehalten<\/h2>\n<p>Angesichts der angespannten Versorgungslage gibt es zahlreiche Ver\u00e4nderungen, die sich auf die \u00fcbliche Arbeitsweise der Einkaufsfunktion auswirken, insbesondere im Hinblick auf die Partnerschaften mit Lieferanten oder die Wahl der Produkte. Einige Unternehmen ersetzen ihre etablierten Lieferanten bei bestimmten Einkaufstypen, andere listen neue Produkttypen als Reaktion auf das ver\u00e4nderte Gesch\u00e4ftsmodell des Unternehmens oder passen ihre Organisation an neue Arbeitsweisen an (Telearbeit, Flex Office usw.).<\/p>\n<p>Dennoch kann keine Dringlichkeit, keine Innovation ein Unterlassen der kritischen \u00dcberpr\u00fcfung eines Einkaufspreises, der Zahlungsfristen oder der logistischen Bedingungen rechtfertigen. Die konsequente Anwendung des <b>bew\u00e4hrten Verfahrens der Qualifizierung<\/b>, indem man das Prinzip des fairen Preises diskutiert, ist begr\u00fc\u00dfenswert und in angespannten Zeiten tats\u00e4chlich eine strategische Notwendigkeit.<\/p>\n<h2><i>Supply-Chain-Management<\/i>-Strategie Nr. 3: Bestandsaufnahme der Regelungen im Falle h\u00f6herer Gewalt<\/h2>\n<p>St\u00f6rungen in der Lieferkette und unbest\u00e4ndige Marktbedingungen erfordern maximale Flexibilit\u00e4t auf Seiten der Einkaufsfunktion. Langfristige Liefervertr\u00e4ge k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden Klauseln enthalten, die Bedingungen f\u00fcr die Anpassung der Mengen in bestimmten Situationen vorsehen. Deshalb besteht die dritte Strategie der Einkaufsfunktion in angespannten Zeiten darin, die Vertr\u00e4ge durchzugehen, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob sich hierf\u00fcr mit Blick auf die urspr\u00fcngliche Bestellung und die tats\u00e4chlich gelieferten Mengen Gelegenheiten ergeben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich darf ein solches Vorgehen nie auf Kosten der Beziehungen zu ihren Partnern gehen. <b>Die Aufrechterhaltung der Beziehungen zu den strategisch wichtigsten Lieferanten<\/b> ist ohne jeden Zweifel eine M\u00f6glichkeit zur Krisenbew\u00e4ltigung. Dies hindert die Einkaufsfunktion jedoch keineswegs daran, die frei verhandelten Klauseln konsequent anzuwenden, wenn sie sich als g\u00fcnstig f\u00fcr ihr Unternehmen erweisen.<\/p>\n<h2><i>Supply-Chain-Management<\/i>-Strategie Nr. 4: St\u00e4rkung der Cybersicherheit<\/h2>\n<p>Der Homeoffice-Boom, die Zunahme der Online-Aktivit\u00e4ten und die notwendigen Umstrukturierungen aufgrund der Dringlichkeit bestimmter Situationen haben m\u00f6glicherweise die Prozesse f\u00fcr die Validierung und Entscheidungsfindung unterminiert. Dies hat \u00fcber die gesamte <i>Supply Chain<\/i> hinweg zu einem Anstieg der Cyberkriminalit\u00e4t gef\u00fchrt. In einer aktuellen Studie warnt die Beratungsgesellschaft PwC vor diesem Ph\u00e4nomen: 90% der Beschaffungsabteilungen zeigen sich wegen der Cyberbedrohungen besorgt, und <b>27% geben an, bereits Opfer eines unbefugten Eindringens<\/b> geworden zu sein (PwC, <a href=\"https:\/\/store.pwc.fr\/shop-api\/products\/by-code\/Digital-Procurement-2022\/download?channel=PWC_FR_WEB\">Enqu\u00eate Digital Procurement<\/a>, 2023).<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist es f\u00fcr Einkaufsabteilungen unerl\u00e4sslich, alle Teammitglieder f\u00fcr die Herausforderungen der Cybersicherheit und die internen Richtlinien zur IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Denn Vertragsdaten und strategische Informationen \u00fcber das Lieferanten-\u00d6kosystem sind ein Unterscheidungsmerkmal und ein Innovationsfaktor f\u00fcr das Unternehmen. Es handelt sich also um eine gro\u00dfe Menge sensibler Daten, die von arglistigen Angreifern ins Visier genommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><i>Supply-Chain-Management<\/i>-Strategie Nr. 5: Aufrechterhaltung der Bem\u00fchungen um die digitale Transformation<\/h2>\n<p>Die meisten Organisationen nehmen an einem Programm zur digitalen Transformation teil, die als ein wichtiger Erfolgsfaktor f\u00fcr die Einkaufsfunktion gilt. Auch wenn viele neue Priorit\u00e4ten zu den herk\u00f6mmlichen Aufgaben der Einkaufsabteilungen hinzukommen, ist es doch wichtig, die Bem\u00fchungen um die Digitalisierung der Prozesse und die Aktualisierung der digitalen Hilfsmittel, die den Akteuren zur Verf\u00fcgung stehen, fortzusetzen.<\/p>\n<p>Denn die Digitalisierung der Einkaufsfunktion ist unbedingt als sinnvoll zu betrachten, und zwar insbesondere dann, wenn es zu Spannungen in der Lieferkette kommt. So ist es zun\u00e4chst einmal m\u00f6glich, <b>auf die Herausforderungen der heutigen Zeit zu reagieren, wie z.B. Zeitersparnis <\/b>bei der Pr\u00fcfung von Vertragsklauseln oder die Sicherung der Telearbeit. Es ist aber auch eine M\u00f6glichkeit, sich auf die Zukunft vorzubereiten, indem Innovationen in die Beschaffungsprozesse integriert werden.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass die rigorose Umsetzung dieser verschiedenen Strategien unerl\u00e4sslich ist, um die Widerstandsf\u00e4higkeit der Unternehmen zu gew\u00e4hrleisten und <b>optimale Bedingungen f\u00fcr den Aufschwung zu schaffen<\/b> \u2013 und das in einer Zeit, in der die <i>Supply Chain <\/i>nach wie vor unter Spannung steht. Die altbekannten Herausforderungen der Einkaufsfunktion bleiben bestehen, wie z.B. die Kostenkontrolle und die Pr\u00fcfung der Vertr\u00e4ge, aber k\u00fcnftig sollten andere Aspekte Vorrang haben, wobei Digitalisierung, Cybersicherheit und \u201eWin-win\u201c-Beziehungen mit Lieferanten ganz oben auf der Liste stehen. Diese Strategien werden nicht nur helfen, die unmittelbaren Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, sondern die Voraussetzungen f\u00fcr langfristiges Wachstum zu schaffen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Jahre waren von einer Reihe globaler Krisen gepr\u00e4gt: nat\u00fcrlich die Umweltkrise, dann die Gesundheitskrise, die Wirtschaftskrise und die geopolitische Krise. Die damiteinhergehende Schockstarre veranlasste den Einkauf dazu, sich auf das Dringendste zu beschr\u00e4nken, wobei die Fortf\u00fchrung der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit oberste Priorit\u00e4t hatte. 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