{"id":72485,"date":"2024-04-09T11:00:01","date_gmt":"2024-04-09T11:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=72289"},"modified":"2026-01-23T20:33:10","modified_gmt":"2026-01-23T20:33:10","slug":"reduzieren-sie-die-umweltauswirkungen-ihrer-beschaffungsstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/nachhaltiger-arbeitsplatz\/reduzieren-sie-die-umweltauswirkungen-ihrer-beschaffungsstrategie\/","title":{"rendered":"Reduzieren Sie die Umweltauswirkungen Ihrer Beschaffungsstrategie"},"content":{"rendered":"<figure class=\"post-hero\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Reduzieren_Sie_die_Umweltauswirkungen_Ihrer_Beschaffungsstrategie.png\" alt=\"\" \/><br \/>\n      <\/figure>\n<div class=\"post-content\">\n<p>In einer Zeit der \u00f6kologischen Krise und globalen Erw\u00e4rmung m\u00fcssen sich die Unternehmen und ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte der wachsenden Herausforderungen bewusst werden und sich darauf vorbereiten, Teil der L\u00f6sung zu sein. Es ist an der Zeit, die mit ihrer T\u00e4tigkeit verbundenen Umweltauswirkungen m\u00f6glichst effektiv zu verringern. Dies setzt einen methodischen Ansatz in der gesamten Unternehmensorganisation voraus, angefangen bei der Beschaffungsstrategie.<\/p>\n<h2>Umweltauswirkungen: Definition<\/h2>\n<p>Unter Umweltauswirkungen versteht man <b>alle qualitativen, quantitativen oder funktionellen Ver\u00e4nderungen der Umwelt<\/b>, die durch ein Projekt, einen Organismus oder ein Produkt w\u00e4hrend seines Lebenszyklus verursacht werden.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen auf die Umwelt sind vielf\u00e4ltig und k\u00f6nnen verschiedene Ursachen haben:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p><b>Klimawandel<\/b> (Treibhausgasemissionen usw.);<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><b>Verknappung der nat\u00fcrlichen Ressourcen<\/b> (Rohstoffe, Energie usw.);<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><b>Verschmutzung<\/b> von Luft, Wasser, Boden usw.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p><b>Bedrohung der biologischen Vielfalt<\/b> (Auswirkungen auf Fauna, Flora usw.).<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede T\u00e4tigkeit, jedes Projekt oder Produkt hat Auswirkungen auf die Umwelt! So ben\u00f6tigt beispielsweise jedes Handelsgut Rohstoffe und Energie f\u00fcr die Herstellung, die Verpackung und den Transport, selbst wenn es aufgearbeitet und\/oder aus recyceltem Material hergestellt wird. Das ist unbestreitbar.<\/p>\n<p>Die unternehmerische Herausforderung besteht darin, die negativen Auswirkungen der Aktivit\u00e4ten auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu minimieren oder sogar die positiven Auswirkungen zu maximieren (Regeneration des Bodens, Erh\u00f6hung der Artenvielfalt usw.).<\/p>\n<h2>Wie misst man die Umweltauswirkungen der Beschaffung?<\/h2>\n<p>Es gibt verschiedene M\u00f6glichkeiten, die Umweltauswirkungen eines Unternehmens zu messen. W\u00e4hrend f\u00fcr Organisationen Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfungen das wichtigste Instrument sind, sind f\u00fcr die Beschaffungsabteilungen andere Methoden besonders wichtig. Dazu geh\u00f6ren Carbon Footprinting (deutsch: Bilanzierung von Treibhausgasemissionen) sowie die Bewertung des Lebenszyklus und der Lebenszykluskosten von Produkten. Sie alle st\u00fctzen sich auf die internationale Norm ISO 14001 f\u00fcr das Umweltmanagement.<\/p>\n<hr\/>\n<p>ISO 14001 ist eine freiwillige internationale Norm f\u00fcr ein besseres Management der Umweltauswirkungen eines Unternehmens. Diese Norm definiert die Kriterien f\u00fcr ein wirksames Umweltmanagementsystem und kann zur Zertifizierung f\u00fchren.<\/p>\n<hr\/>\n<h3>Carbon Footprinting<\/h3>\n<p>Carbon Footprinting besteht darin,<b> die<\/b> von einer Organisation in einem bestimmten Zeitraum erzeugten <b>Treibhausgasemissionen zu messen<\/b>, ihre Quellen zu ermitteln und sie zu kategorisieren (Scope 1, 2 und 3). Auf der Grundlage dieser Bewertung kann das Unternehmen Ma\u00dfnahmen zur Verringerung seiner Kohlenstoffbilanz festlegen. Anders als dieser Begriff vermuten l\u00e4sst, geht diese Analyse weit \u00fcber die Kohlendioxidemissionen hinaus und umfasst alle anderen Treibhausgase: Methan, Stickstoffoxid, Ozon usw.<\/p>\n<p>Dieser Ansatz wird den Dekarbonisierungszielen der Unternehmen gerecht. Viele haben sich an den Zielen des Pariser Abkommens ausgerichtet, welches die Verwirklichung der Klimaneutralit\u00e4t bis 2050 anstrebt. Die Beschaffungsabteilungen sind besonders an der Verringerung der Scope-3-Emissionen beteiligt, also der indirekten Treibhausgasemissionen (haupts\u00e4chlich von Lieferanten), die 80 bis 90% der Gesamtemissionen eines Unternehmens ausmachen (McKinsey &amp; Company, Buying into a more sustainable value chain, 2021). <\/p>\n<h3>Lebenszyklusanalyse<\/h3>\n<p>Die Lebenszyklusanalyse (englisch: Life Cycle Assessment, LCA) zielt darauf ab, <b>die Auswirkungen<\/b> eines Produkts oder einer Dienstleistung auf die Umwelt in allen Phasen des Lebenszyklus zu <b>analysieren<\/b>. Dies reicht von der Rohstoffgewinnung \u00fcber die Herstellung, den Vertrieb und die Nutzung bis hin zum Ende der Lebensdauer. Dieser Ansatz erleichtert letztlich das \u00d6kodesign und die Produktausbeute.<\/p>\n<p>Die Lebenszyklusanalyse erm\u00f6glicht es den Beschaffungsabteilungen, relevante Vergleiche zwischen verschiedenen Produkten und\/oder Dienstleistungen innerhalb derselben Kategorie anzustellen und so fundierte Entscheidungen zu treffen. Eink\u00e4ufer k\u00f6nnen diese konsequente Methodik nutzen, um ihre nachhaltige Beschaffungspolitik zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h3>Lebenszykluskosten<\/h3>\n<p>Die Lebenszykluskosten (englisch: Life Cycle Cost, LCC) erm\u00f6glichen die <b>Bewertung aller<\/b> mit einem Produkt oder einer Dienstleistung verbundenen <b>Kosten<\/b>, vom Entwurf bis zum Ende der Lebensdauer. Diese Methode geht weit \u00fcber den Anschaffungspreis hinaus, da sie sowohl die direkten Kosten (Wartung, Reparatur usw.) als auch die externen Umweltkosten einbezieht. Letztere stellen indirekte finanzielle Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt dar, die nicht immer leicht zu quantifizieren sind.<\/p>\n<p>Auf diese Weise k\u00f6nnen die Beschaffungsabteilungen die tats\u00e4chlichen Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung als Ganzes bewerten. Sie k\u00f6nnen sich dann f\u00fcr Produkte entscheiden, die zwar scheinbar teurer sind, aber in Bezug auf die Rentabilit\u00e4t und die langfristigen Umweltauswirkungen eine bessere Alternative darstellen.<\/p>\n<h2>Die Bedeutung des Aufbaus strategischer Partnerschaften<\/h2>\n<p>Um ihre Umweltauswirkungen auf effiziente Weise zu verringern, ist es zwingend erforderlich, dass die Unternehmen diese Strategie in <b>ihrer gesamten Wertsch\u00f6pfungskette<\/b> anwenden. Dies erfordert zwangsl\u00e4ufig die Auswahl von Gesch\u00e4ftspartnern, die sich zur \u00f6kologischen Nachhaltigkeit verpflichtet haben, d.h. Lieferanten, Subunternehmer und andere Dienstleister.<\/p>\n<p>Solche strategischen Partnerschaften sind eine starke Triebkraft, um die Entwicklung eines nachhaltigen Beschaffungskonzepts zu beschleunigen. Sie gehen \u00fcber wirtschaftliche Interessen hinaus und <b>f\u00f6rdern den Austausch von Wissen und bew\u00e4hrten Verfahren<\/b>, z.B. den Einsatz erneuerbarer Energien gegen\u00fcber fossilen Brennstoffen oder ein besseres Abfallmanagement. Sie sind echte Brutst\u00e4tten f\u00fcr innovative Ideen und erm\u00f6glichen die Erforschung neuer Ans\u00e4tze, Technologien und Methoden f\u00fcr einen besseren Umweltschutz. Durch diese Zusammenarbeit k\u00f6nnen die Unternehmen L\u00f6sungen und Gesch\u00e4ftsmodelle entwickeln, die im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung stehen. Dies kann sogar so weit gehen, dass sie Einfluss auf die \u00f6ffentliche Politik nehmen und damit die Wirkung ihres kollektiven Handelns \u00fcber die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus verst\u00e4rken.<\/p>\n<h2>Eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmenskultur<\/h2>\n<p>Der Aufbau einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmenskultur ist eine weitere Voraussetzung f\u00fcr die wirksame Verringerung der Umweltauswirkungen eines Unternehmens. Die Initiative muss zwar von der Gesch\u00e4ftsleitung ausgehen, doch es sind die Mitarbeiter, die diesen Ansatz umsetzen. Die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter sind daher die Eckpfeiler f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer solchen Unternehmenskultur. Ziel ist es, das Bewusstsein f\u00fcr aktuelle Umweltfragen und konkrete Ma\u00dfnahmen zu sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Aus Sicht des Beschaffungswesens ist eine spezielle Schulung zur nachhaltigen Beschaffung unerl\u00e4sslich, um die Mitarbeiter mit den notwendigen F\u00e4higkeiten auszustatten. So sind sie in der Lage, auf geeignete Methoden zur\u00fcckzugreifen, Lieferanten auszuw\u00e4hlen, die mit diesen Verpflichtungen \u00fcbereinstimmen, und Nachhaltigkeit in jede Phase des Beschaffungsprozesses zu integrieren.<\/p>\n<p>Durch die Einbeziehung der Nachhaltigkeit in ihre Beschaffungsstrategie k\u00f6nnen Unternehmen nicht nur ihre Auswirkungen auf die Umwelt minimieren, sondern auch ihre betriebliche Effizienz verbessern und ihr Markenimage st\u00e4rken. Dies ist ein konkretes Bekenntnis zu ihrem \u00f6kologischen Wandel und einer nachhaltigeren Zukunft f\u00fcr alle.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Zeit der \u00f6kologischen Krise und globalen Erw\u00e4rmung m\u00fcssen sich die Unternehmen und ihre F\u00fchrungskr\u00e4fte der wachsenden Herausforderungen bewusst werden und sich darauf vorbereiten, Teil der L\u00f6sung zu sein. Es ist an der Zeit, die mit ihrer T\u00e4tigkeit verbundenen Umweltauswirkungen m\u00f6glichst effektiv zu verringern. Dies setzt einen methodischen Ansatz in der gesamten Unternehmensorganisation voraus, angefangen bei der Beschaffungsstrategie. 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