{"id":72591,"date":"2024-11-26T09:00:01","date_gmt":"2024-11-26T09:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=72356"},"modified":"2026-01-23T20:32:36","modified_gmt":"2026-01-23T20:32:36","slug":"schluessel-zu-einer-effizienten-beschaffungsstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/intelligentes-und-effizientes-arbeiten\/schluessel-zu-einer-effizienten-beschaffungsstrategie\/","title":{"rendered":"Schl\u00fcssel zu einer effizienten Beschaffungsstrategie"},"content":{"rendered":"<figure class=\"post-hero\">\n        <img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Schl_ssel_zu_einer_effizienten_Beschaffungsstrategie.png\" alt=\"\" \/><br \/>\n      <\/figure>\n<div class=\"post-content\">\n<p>In einem sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Umfeld m\u00fcssen Unternehmen immer effizientere Beschaffungsstrategien umsetzen. Ziel eines solchen Vorgehens: Minimierung der Kosten und Maximierung der Effizienz, um aus ihrer Beschaffung einen echten Leistungshebel zu machen. Die Herausforderung besteht darin, eine Beschaffungsstrategie zu entwickeln, die genau auf das Unternehmen, seine Bed\u00fcrfnisse und den Markt zugeschnitten ist. Dazu geh\u00f6rt es, in drei Schritten vorzugehen und die besten vorhandenen Strategien miteinander zu kombinieren. <\/p>\n<h2>Was ist eine Beschaffungsstrategie?<\/h2>\n<p>Die Beschaffungsstrategie bezeichnet ganz allgemein die Art und Weise, wie ein Unternehmen die f\u00fcr seine Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit erforderlichen Waren und Dienstleistungen beschafft. Dies umfasst den gesamten Produktlebenszyklus, von der Beschaffung der Rohstoffe bis zur Lagerung der fertigen Produkte und deren Vertrieb. Dazu geh\u00f6ren insbesondere die wichtigen Schritte Bedarfsplanung, Beschaffungsmanagement, Lieferantenmanagement, Bestandsverwaltung und Transport.<\/p>\n<p>Das Hauptziel jedes Unternehmens lautet, sicherzustellen, dass es seine Ressourcen optimal nutzt und gleichzeitig die Kosten minimiert. Es geht darum, die Effizienz \u00fcber die gesamte Lieferkette hinweg zu steigern, die Qualit\u00e4t der verkauften Produkte und Dienstleistungen sicherzustellen und gleichzeitig proaktiv auf Kundenanfragen zu reagieren.<\/p>\n<p>Deshalb bedarf diese Strategie einer gr\u00fcndlichen Analyse verschiedener Parameter, n\u00e4mlich der aktuellen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit, der l\u00e4ngerfristigen Ziele, aber auch der Interessengruppen (Kunden, Lieferanten und sogar die Konkurrenz). <\/p>\n<h2>In drei Schritten zu einer effizienten Beschaffungsstrategie<\/h2>\n<p>Die Ausarbeitung einer effizienten Beschaffungsstrategie umfasst drei wichtige Schritte: die Kenntnis der Bed\u00fcrfnisse, die Analyse der eigenen Marktposition und die Zusammenarbeit mit den Interessengruppen.<\/p>\n<h3>1. Die Kenntnis der Bed\u00fcrfnisse seines Unternehmens<\/h3>\n<p>Der erste Schritt besteht darin, die spezifischen Bed\u00fcrfnisse seines Unternehmens in Sachen Beschaffung zu verstehen. Dies beginnt mit einer gr\u00fcndlichen Analyse der Kundennachfrage, der Schwankungen bei den Bestellungen und der Verkaufsprognosen. Es ist auch zwingend notwendig, sich n\u00e4her mit den eigenen Erwartungen seines Unternehmens zu besch\u00e4ftigen. Dies bedeutet, die Spezifikationen und Qualit\u00e4tsanforderungen an die Produkte oder Dienstleistungen, die man einkaufen m\u00f6chte, zu bewerten, sich finanzielle Ziele zu setzen und eine klare Vorstellung von den unternehmensinternen F\u00e4higkeiten im Bereich Beschaffungsmanagement zu haben. <\/p>\n<p>Danach kann das Unternehmen mit der Markterkundung beginnen. Dies ist eine gute Gelegenheit, um m\u00f6gliche Herausforderungen in der Lieferkette zu identifizieren und auf der Grundlage klarer und relevanter Einkaufskriterien auf die Suche nach potenziellen Lieferanten zu gehen.<\/p>\n<h3>2. Die eigene Marktposition bewerten<\/h3>\n<p>Der zweite Schritt besteht darin, die eigene Marktposition zu bewerten, um fundierte Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6rt die Durchf\u00fchrung einer SWOT-Analyse <i>(Strengths &#8211; Weaknesses<\/i> <i>&#8211; Opportunities &#8211; Threats<\/i>), die ein unverzichtbares strategisches Instrument ist. Dadurch kann das Unternehmen seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen sowie die Chancen und Risiken, denen es auf seinem Markt ausgesetzt ist, ermitteln. Erst auf der Grundlage einer solchen Bestandsaufnahme kann es seine Beschaffungsstrategie objektiv ausrichten. <\/p>\n<hr\/>\n<p>Die SWOT-Analyse: einige Beispiele <\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>St\u00e4rken: dedizierte Ressourcen, operative F\u00e4higkeiten, solide Lieferantenbeziehungen, fortschrittliche Technologien usw.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Schw\u00e4chen: fehlerhafte Einkaufsprozesse, Abh\u00e4ngigkeit von bestimmten Lieferanten, Probleme bei der Bestandsverwaltung usw.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Chancen: strategische Partnerschaften, Erschlie\u00dfung neuer M\u00e4rkte, Innovationen, neue Bezugsquellen usw.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>Risiken: verst\u00e4rkter Wettbewerb, regulatorische Entwicklungen, Rohstoffknappheit usw.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<hr\/>\n<h3>3. Mit Interessengruppen zusammenarbeiten<\/h3>\n<p>Der dritte Schritt schlie\u00dflich legt den Fokus auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Interessengruppen. Zun\u00e4chst geht es darum, die internen Teams einzubeziehen, welche in der Lieferkette eine entscheidende Rolle spielen, d.h. die Logistikabteilung, den Einkauf, die Finanzabteilung usw. Dies bedeutet, f\u00fcr eine offene und transparente Kommunikation zu sorgen, indem man die Ergebnisse der Analyse teilt und sich dann \u00fcber die Ziele, Priorit\u00e4ten und wichtigsten Leistungsindikatoren der Beschaffungsstrategie austauscht. <\/p>\n<p>Dann muss man sich auch mit den Lieferanten austauschen und mit ihnen zusammenarbeiten. Nur wenn die Partner die wichtigsten Informationen \u00fcber den Bedarf und die Prognosen des Unternehmens kennen, k\u00f6nnen sie ihre Interessen und Ziele aufeinander abstimmen. Ein solches Vorgehen kann auch zum Aufbau von strategischen Partnerschaften f\u00fchren. Dies ist ein entscheidender Schritt zur F\u00f6rderung von Stabilit\u00e4t, Innovation und kontinuierlicher Verbesserung innerhalb der Lieferkette.<\/p>\n<p>Und es kann sogar dar\u00fcber hinausgehen, wie Will Quinn, Director of Global WMS Strategy f\u00fcr Infor, erl\u00e4utert: <i>\u201eDer Aufbau von erg\u00e4nzenden oder zus\u00e4tzlichen Partnerschaften oder strategischen Allianzen erm\u00f6glicht den Zugang zu weiteren Ressourcen, die Nutzung von Supply-Chain-Know-how und die St\u00e4rkung der Beschaffungskapazit\u00e4ten. Durch das Eingehen von Partnerschaften und strategischen Allianzen haben Unternehmen die M\u00f6glichkeit, ihre Ressourcen zu b\u00fcndeln und Risiken und Krisen gemeinsam zu bew\u00e4ltigen.\u201c<\/i><\/p>\n<h2>Die verschiedenen Beschaffungsstrategien<\/h2>\n<p>Jedes Unternehmen hat seine eigene Beschaffungsstrategie, welche seinen Bed\u00fcrfnissen, seinen Zielen und seiner Vision entspricht. Es gibt also eine Vielzahl von Beschaffungsstrategien, an denen man sich orientieren kann, um seine eigene Strategie zu entwickeln, die ganz auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten ist. <\/p>\n<h3>Outsourcing <\/h3>\n<p>Beim Beschaffungs-Outsourcing wird ein externer Dienstleister mit der Steuerung der Beschaffungsaktivit\u00e4ten beauftragt. Dies kann einen Teil oder die gesamte Beschaffung betreffen. Ein solches Vorgehen erm\u00f6glicht es den Unternehmen, sich auf ihr Kerngesch\u00e4ft zu konzentrieren und gleichzeitig externes Know-how f\u00fcr diese Themen zu nutzen, was zu Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen f\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Lokale Beschaffung<\/h3>\n<p>Dies bedeutet, dass man Lieferanten bevorzugt, die sich geografisch in der N\u00e4he des eigenen Unternehmens befinden. Die lokale Beschaffung tr\u00e4gt dazu bei, die Kosten f\u00fcr den Transport und den dadurch verursachten Aussto\u00df von Treibhausgasen zu senken. Au\u00dferdem sind die Lieferzeiten k\u00fcrzer, was einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellt und die lokale Wirtschaft unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h3>Diversifizierung der Lieferanten<\/h3>\n<p>Hauptzweck dieses Ansatzes ist es, die Abh\u00e4ngigkeit von einem einzigen Lieferanten zu vermeiden. Die Diversifizierung der Bezugsquellen f\u00fchrt somit zu mehr Flexibilit\u00e4t, verringert das Risiko einer Unterbrechung der Lieferkette und erschlie\u00dft neue Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<h3>Just-in-Time-Beschaffung<\/h3>\n<p>Dies hat zum Ziel, die Lagerhaltung auf ein Minimum zu reduzieren, indem die Waren erst kurz vor ihrer Verwendung im Produktionsprozess eintreffen. Dadurch werden die Lagerkosten gesenkt, das Risiko von \u00dcberbest\u00e4nden verringert und das Cashflow-Management verbessert.<\/p>\n<h3>Nachhaltige Beschaffung<\/h3>\n<p>Durch <a href=\"https:\/\/www.manutan.de\/de\/oid\/nachhaltige-produkte#productBeginIndex:0&#038;orderBy:0&#038;\">nachhaltige Beschaffung<\/a> k\u00f6nnen Unternehmen einen Beitrag zu den Zielen leisten, die sie im Rahmen ihrer <a href=\"https:\/\/www.manutan.de\/de\/oid\/csr-ansatz\">CSR-Strategie (Corporate Social Responsibility)<\/a> festgelegt haben. Es ist auch ein Hebel zur langfristigen Senkung der Kosten, zur Einhaltung von Vorschriften und zur Verbesserung des Markenimages. Dazu geh\u00f6rt es, dass sie bei der Auswahl ihrer Partner verantwortungsvolle Auswahlkriterien einbeziehen, wie z.B. das Umweltmanagement ihrer Aktivit\u00e4ten, die Einhaltung grundlegender ethischer Grunds\u00e4tze und die Zertifizierung der von ihnen eingeschlagenen Politik (ISO 26000, 20400 usw.).<\/p>\n<h3>Kreislauff\u00e4hige Beschaffung<\/h3>\n<p>Bei der kreislauff\u00e4higen Beschaffung werden Materialien und Produkte wiederverwendet, regeneriert und recycelt, wenn sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Dies geschieht z.B. durch den Erwerb von recycelten Materialien, Secondhand-Waren, die Einrichtung eines Programms f\u00fcr Produktr\u00fcckgaben usw. Dieser Ansatz steht nicht nur f\u00fcr Umweltfreundlichkeit, sondern auch f\u00fcr Kosteneinsparungen.<\/p>\n<p>Sie sehen also, dass man f\u00fcr eine effiziente Beschaffungsstrategie die Bed\u00fcrfnisse seines Unternehmens genau kennen muss und dass die internen Teams und die Lieferanten gut zusammenarbeiten. So kann ein Unternehmen seine Lieferkette in einen echten Hebel f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit verwandeln. Im Ergebnis tr\u00e4gt dies zu einer nachhaltigen Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr alle Beteiligten bei.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Umfeld m\u00fcssen Unternehmen immer effizientere Beschaffungsstrategien umsetzen. Ziel eines solchen Vorgehens: Minimierung der Kosten und Maximierung der Effizienz, um aus ihrer Beschaffung einen echten Leistungshebel zu machen. Die Herausforderung besteht darin, eine Beschaffungsstrategie zu entwickeln, die genau auf das Unternehmen, seine Bed\u00fcrfnisse und den Markt zugeschnitten ist. 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