{"id":72660,"date":"2025-04-25T10:00:02","date_gmt":"2025-04-25T10:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=72397"},"modified":"2026-02-10T08:28:07","modified_gmt":"2026-02-10T08:28:07","slug":"value-stream-mapping-vsm-der-schluessel-zu-einer-effizienteren-beschaffung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/intelligentes-und-effizientes-arbeiten\/value-stream-mapping-vsm-der-schluessel-zu-einer-effizienteren-beschaffung\/","title":{"rendered":"Value-Stream-Mapping (VSM): Der Schl\u00fcssel zu einer effizienteren Beschaffung?"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-73957 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Value-Stream-Mapping__VSM__Der_Schlussel_zu_einer_effizienteren_Beschaffung.png\" alt=\"\" width=\"717\" height=\"478\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Value-Stream-Mapping__VSM__Der_Schlussel_zu_einer_effizienteren_Beschaffung.png 717w, \/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Value-Stream-Mapping__VSM__Der_Schlussel_zu_einer_effizienteren_Beschaffung-300x200.png 300w\" sizes=\"(max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<p>Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs versuchen Unternehmen, ihre Prozesse zu verbessern und ihre Effizienz und Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu steigern. Dabei k\u00f6nnen sie auf ein wichtiges Instrument des Lean Management zur\u00fcckgreifen: Value Stream Mapping (VSM). Diese Visualisierung der Wertsch\u00f6pfungskette ist ein strategischer Hebel, um die Prozesse im Unternehmen gezielt zu optimieren. Einkaufsteams m\u00fcssen sich mit diesem Thema auseinandersetzen, um Verschwendung zu vermeiden, ihre Prozesse zu rationalisieren und kontinuierliche Verbesserungen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2>Was ist Value Stream Mapping?<\/h2>\n<p>Value Stream Mapping (VSM) ist ein Instrument zur visuellen Darstellung aller <b>physischen Informationsfl\u00fcsse<\/b> innerhalb eines Unternehmens. Ziel ist es, die aktuellen Prozesse im Hinblick auf eine kontinuierliche Verbesserung zu analysieren.<\/p>\n<p>VSM ist ein wesentlicher Bestandteil von Lean Management. In diesem Sinne zielt das Instrument darauf ab, <b>jegliche Verschwendung zu eliminieren,<\/b> um dem Endkunden den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Mehrwert zu bieten. Konkret hilft diese Visualisierung dem Unternehmen, seine Arbeitsweise besser zu verstehen und Optimierungsm\u00f6glichkeiten zur Effizienzsteigerung zu identifizieren.<\/p>\n<p>Der Managementpapst Peter Drucker betont: <i>\u201eEs gibt nichts Nutzloseres, als effizient das zu tun, was \u00fcberhaupt nicht getan werden sollte.\u201c <\/i>Genau darum geht es bei VSM: <b>sich auf die wertsch\u00f6pfenden Aktivit\u00e4ten zu konzentrieren<\/b>.<\/p>\n<p>Da der Einkauf eine besonders bereichs\u00fcbergreifende Funktion ist, ist ein strukturierter Ansatz wie dieser von gro\u00dfem Vorteil. Denn VSM bietet eine ganzheitliche Sicht auf den <i>Source-to-Pay<\/i>-Prozess, von der Bedarfsermittlung bis zur Lieferung von Waren und\/oder Dienstleistungen.<\/p>\n<h2>Die wichtigsten Etappen des VSM<\/h2>\n<p>VSM gliedert sich in f\u00fcnf Hauptphasen, von der Projektplanung bis zur Umsetzung von Korrekturma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3>Schritt 1: Auswahl des betrachteten Wertstroms<\/h3>\n<p>In diesem ersten Schritt wird der <b>Abbildungsbereich<\/b> festgelegt. Dazu muss das Objekt angegeben werden, dessen Prozessablauf verfolgt werden soll. Dies kann z.B. eine Bestellanforderung oder die Herstellung eines Produktes sein. Der betreffende Prozess wird im Detail bis zur Lieferung des Produkts und\/oder der Dienstleistung an den Endkunden verfolgt. Es ist wichtig, den Anfangs- und Endpunkt des darzustellenden Prozesses im Voraus genau zu definieren.<\/p>\n<h3>Schritt 2: Darstellung des Ist-Zustands<\/h3>\n<p>In diesem zweiten Schritt wird der Ist-Zustand des Wertstroms abgebildet. Dazu muss die aktuelle Situation analysiert werden, um eine <b>m\u00f6glichst realit\u00e4tsnahe Diagnose<\/b> zu erstellen. Dies bedeutet, dass Feldbeobachtungen durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen, um jeden Prozessschritt zu identifizieren, zu beschreiben und zu dokumentieren. Dabei ist es wichtig, die Kategorie, die Menge der betroffenen Einheiten, die Zykluszeit, die zur\u00fcckgelegte Entfernung usw. anzugeben. Anschlie\u00dfend erfolgt die visuelle Darstellung der Prozesse unter Verwendung der f\u00fcr diese Methode vorgesehenen Farben und Symbole. So erh\u00e4lt man eine Momentaufnahme der aktuellen Prozesssituation mit all ihren Problemen.<\/p>\n<h3>Schritt 3: Ermittlung der Verschwendungen<\/h3>\n<p>Im dritten Schritt wird das Gesamtbild analysiert, um die Ursachen der <b>Verschwendungen und Verbesserungsm\u00f6glichkeiten<\/b> zu identifizieren. Die mit jedem Schritt verbundenen Daten erm\u00f6glichen interessante Berechnungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Durchlaufzeit des Wertstroms<\/li>\n<li>Gesamtverarbeitungs- und -kontrollzeit<\/li>\n<li>Gesamtentfernung<\/li>\n<li>Verh\u00e4ltnis zwischen Gesamtverarbeitungszeit<\/li>\n<li>Durchlaufzeit<\/li>\n<li>usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf diese Weise werden alle Verschwendungen entlang des gesamten Wertstroms aufgezeigt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Welche verschiedenen Arten von Verschwendung gibt es?<\/b><\/p>\n<p>In der Lean-Philosophie unterscheidet man 7 Arten von <i>\u201eMuda\u201c<\/i>, d.h. unproduktive T\u00e4tigkeiten, die keinen Mehrwert f\u00fcr den Endkunden schaffen.<\/p>\n<p>Und zwar:<\/p>\n<ol>\n<li><b>\u00dcberproduktion<\/b>, d.h. zu viel oder zu fr\u00fch produzieren<\/li>\n<li><b>\u00dcberbest\u00e4nde <\/b>bzw. unn\u00f6tig hohe Lagerhaltung<\/li>\n<li><b>unn\u00f6tiger Transport und vermeidbare Bewegungen <\/b>von Rohstoffen, Dokumenten, Informationen usw.<\/li>\n<li><b>unn\u00f6tige Verarbeitung oder \u201e\u00dcberbearbeitung\u201c, <\/b>was zu \u00dcberqualit\u00e4t f\u00fchrt<\/li>\n<li><b>Fehler, M\u00e4ngel und Ausschuss<\/b>, also Minderqualit\u00e4t<\/li>\n<li><b>Wartezeit<\/b>, um Informationen zu erhalten, Aufgaben zu erledigen usw.<\/li>\n<li><b>unn\u00f6tige<\/b>, \u00fcberfl\u00fcssige oder nicht ergonomische <b>Personalbewegungen<\/b><\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<h3>Schritt 4: Entwicklung der Vision<\/h3>\n<p>Der vierte Schritt konzentriert sich auf die Gestaltung des zuk\u00fcnftigen Zustands des Wertstroms. Dabei geht es um die visuelle Darstellung eines <b>\u201eZielstroms\u201c, der <\/b>zun\u00e4chst <b>fiktiv bleibt.<\/b> Diese neue Darstellung ber\u00fccksichtigt alle Bereiche, in denen das Unternehmen Verbesserungen plant. Alle optimierten Prozesse werden hier beschrieben. Bei effektiver Umsetzung sollte dies zu besserer Leistung und h\u00f6herer Kundenzufriedenheit f\u00fchren.<\/p>\n<h3>Schritt 5: Umsetzung von Verbesserungen<\/h3>\n<p>Der f\u00fcnfte und letzte Schritt konzentriert sich auf die <b>Umsetzung der Verbesserungsma\u00dfnahmen<\/b>. Dabei kann es sich um Folgendes handeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Beseitigung doppelter Aufgaben<\/li>\n<li>\u00dcberdenken des Validierungs-Workflows<\/li>\n<li>Erstellung von Betriebsstandards<\/li>\n<li>Verbesserung von Dienstbesprechungen<\/li>\n<li>Schulung von Teams in neuen Verfahren<\/li>\n<li>usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Durchf\u00fchrung der Verbesserungsma\u00dfnahmen muss im Rahmen des Lean-Ansatzes geplant, umgesetzt und schlie\u00dflich gemessen werden.<\/p>\n<h2>Die Vorteile von VSM f\u00fcr die Einkaufsfunktion<\/h2>\n<p>Durch die Wertstromanalyse steigern die Einkaufsteams ihre Gesamtleistung. Sie k\u00f6nnen ihre operative Effizienz verbessern und sich gleichzeitig st\u00e4rker an der Gesamtstrategie des Unternehmens orientieren.<\/p>\n<h3>Fundierte Entscheidungen treffen<\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst liefert VSM wertvolle Informationen \u00fcber den Beschaffungsprozess. So k\u00f6nnen Einkaufsteams <b>datenbasierte Entscheidungen<\/b> treffen, die auf Beobachtungen vor Ort basieren. Dies f\u00fchrt zu fundierten Entscheidungen \u00fcber Prozessoptimierung, aber auch \u00fcber andere verwandte Themen wie Teamtraining, visuelles Management oder digitale Werkzeuge.<\/p>\n<h3>Kosten senken<\/h3>\n<p>Gleichzeitig erm\u00f6glicht VSM den Unternehmen, M\u00f6glichkeiten zur Kosteneinsparung zu identifizieren. Durch die Vermeidung von Aufgaben ohne Mehrwert, die Optimierung von Ressourcen und die Rationalisierung von Prozessen <b>senken sie sowohl ihre direkten als auch ihre indirekten Kosten<\/b>. Dies tr\u00e4gt zum finanziellen Ergebnis der Unternehmen bei und verschafft ihnen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<h3>Verbesserung der Beziehungen zu den Stakeholdern<\/h3>\n<p>VSM ermutigt Unternehmen, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Stakeholdern zu verbessern. Dies betrifft sowohl die Unternehmensbereiche (Einkauf, Beschaffung, Logistik usw.) als auch die Lieferanten. Durch die Optimierung des Informationsflusses werden Transparenz, Kommunikation und Koordination zwischen allen Beteiligten verbessert. Letztendlich f\u00f6rdert dieser Ansatz die Entwicklung von Beziehungen, die f\u00fcr alle Beteiligten vorteilhaft sind.<\/p>\n<p>Value Stream Mapping (VSM) ist somit ein wirksamer Hebel zur Prozessoptimierung und zur Erreichung <b>operativer Exzellenz in der Beschaffung.<\/b> Auf diese Weise k\u00f6nnen Unternehmen dem Markt immer einen Schritt voraus sein und ihren Kunden weiterhin einen Mehrwert bieten.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs versuchen Unternehmen, ihre Prozesse zu verbessern und ihre Effizienz und Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu steigern. Dabei k\u00f6nnen sie auf ein wichtiges Instrument des Lean Management zur\u00fcckgreifen: Value Stream Mapping (VSM). 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