{"id":72668,"date":"2025-05-20T10:00:02","date_gmt":"2025-05-20T10:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=72404"},"modified":"2026-02-12T10:22:33","modified_gmt":"2026-02-12T10:22:33","slug":"wie-koennen-sie-die-kohlenstoffintensitaet-ihrer-geschaeftstaetigkeit-messen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/nachhaltiger-arbeitsplatz\/wie-koennen-sie-die-kohlenstoffintensitaet-ihrer-geschaeftstaetigkeit-messen\/","title":{"rendered":"Wie k\u00f6nnen Sie die Kohlenstoffintensit\u00e4t Ihrer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit messen und reduzieren?"},"content":{"rendered":"<figure class=\"post-hero\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-73414 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Wie_kA_nnen_Sie_die_KohlenstoffintensitA_t_Ihrer_GeschA_ftstA_tigkeit_messen_und_reduzieren.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"483\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Wie_kA_nnen_Sie_die_KohlenstoffintensitA_t_Ihrer_GeschA_ftstA_tigkeit_messen_und_reduzieren.png 720w, \/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Wie_kA_nnen_Sie_die_KohlenstoffintensitA_t_Ihrer_GeschA_ftstA_tigkeit_messen_und_reduzieren-300x201.png 300w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure>\n<div class=\"post-content\">\n<p>Angesichts der gro\u00dfen globalen Herausforderungen beschreiten viele Unternehmen den Weg der Dekarbonisierung. Ein Prozess, der sich angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und Kundenerwartungen beschleunigt. Um ihre Ziele effektiv zu erreichen, ben\u00f6tigen sie Werkzeuge und Schl\u00fcsselindikatoren. Die Kohlenstoffintensit\u00e4t hilft ihnen dabei als ein Indikator, der die gesamten Treibhausgasemissionen in Relation zum Wachstum des Unternehmens setzt.<\/p>\n<h2>Was ist die Kohlenstoffintensit\u00e4t?<\/h2>\n<p>Die Kohlenstoffintensit\u00e4t ist ein \u00f6konomischer Indikator, der die Treibhausgasemissionen von Unternehmen n\u00e4her beleuchtet. Sie beschreibt das Verh\u00e4ltnis zwischen der <b>Menge an Kohlenstoffemissionen<\/b> und einem <b>Indikator f\u00fcr die Aktivit\u00e4t<\/b> eines Unternehmens, wie z.B. dem Umsatz. Sie wird in Gramm, Kilogramm oder Tonnen Kohlendioxid-\u00c4quivalent (CO<sub>2<\/sub> e) angegeben.<\/p>\n<p>Diese Kennzahl gibt Unternehmen einen \u00dcberblick \u00fcber die Treibhausgasemissionen ihrer betrieblichen Aktivit\u00e4ten. Damit k\u00f6nnen sie:<\/p>\n<ul>\n<li>ihren kohlenstoffarmen Entwicklungspfad gestalten,<\/li>\n<li>sich ein Reduktionsziel setzen,<\/li>\n<li>ihre Emissionseffizienz mit verschiedenen betrieblichen Ma\u00dfst\u00e4ben vergleichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Denn dieser Indikator stellt <b>den CO2-Fu\u00dfabdruck<\/b> eines Unternehmens auch dann in einen <b>Kontext,<\/b> wenn das Unternehmen w\u00e4chst und seine gesamten Treibhausgasemissionen steigen.<\/p>\n<p>Pankaj Tanwar, Managing Director of Climate Services bei CarbonBetter, betont: <i>\u201eEin Unternehmen kann beispielsweise eine zweite oder dritte Anlage oder neue Lieferanten hinzuf\u00fcgen. Selbst wenn es Effizienzprojekte durchgef\u00fchrt hat, k\u00f6nnen die Emissionen aus verschiedenen Gr\u00fcnden trotzdem steigen: Vielleicht arbeitet es jetzt rund um die Uhr, w\u00e4hrend es vorher nur f\u00fcnf Tage die Woche gearbeitet hat, oder es hat neue kohlenstoffintensive Ausr\u00fcstung gekauft oder seinen Treibstoffverbrauch erh\u00f6ht.\u201c <\/i>(<a href=\"https:\/\/carbonbetter.com\/story\/carbon-emissions-intensity\/\">https:\/\/carbonbetter.com\/story\/carbon-emissions-intensity\/<\/a>)<\/p>\n<p>Die Kohlenstoffintensit\u00e4t unterst\u00fctzt Unternehmen also effektiv auf dem Weg zur Dekarbonisierung, indem sie den Fokus auf die Treibhausgasemissionen pro Einheit legt. So k\u00f6nnen <b>Verbesserungen in diesem Bereich<\/b> aufgezeigt werden, auch wenn die Gesamtemissionen steigen.<\/p>\n<h2>Wie wird die Kohlenstoffintensit\u00e4t gemessen?<\/h2>\n<p>Die Kohlenstoffintensit\u00e4t wird berechnet, indem man die Gesamtemissionen eines Unternehmens durch die Kohlenstoffintensit\u00e4t des Unternehmens dividiert. Zum Beispiel kann man die Kohlenstoffintensit\u00e4t auf die Anzahl der Mitarbeiter, den Umsatz, die Anzahl der produzierten Einheiten usw. beziehen. Dies kann nat\u00fcrlich je nach Branche angepasst werden. Bei einem Bauunternehmen werden dann die Emissionen pro bebautem Quadratmeter bewertet, bei einem Lebensmittelunternehmen pro Liter produziertem Getr\u00e4nk, bei einem Gesch\u00e4ft pro Quadratmeter usw. Die Kohlenstoffintensit\u00e4t ber\u00fccksichtigt alle CO<sub>2<\/sub>-Emissionen, d.h.:<\/p>\n<ul>\n<li><b>Scope 1<\/b>: direkte Treibhausgasemissionen, die aus Quellen stammen, die sich im Besitz und unter der Kontrolle des Unternehmens befinden<\/li>\n<li><b>Scope 2<\/b>: indirekte Emissionen, die durch den Einkauf von Energie entstehen<\/li>\n<li><b>Scope 3<\/b>: alle sonstigen indirekten Emissionen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hier ein Beispiel f\u00fcr die Berechnungen und Ergebnisse f\u00fcr ein Unternehmen:<\/p>\n<p><b>41 t CO<\/b><b><sub>2 <\/sub><\/b><b>e\u00f7 753 K \u20ac = 54 kg CO<\/b><b><sub>2 <\/sub><\/b><b>e\u00f7 K \u20ac<br \/>\n41 t CO<\/b><b><sub>2<\/sub><\/b><b> e\u00f7 25 FTE = 1,6 t CO<\/b><b><sub>2<\/sub><\/b><b> e\u00f7 VZ\u00c4<\/b><\/p>\n<p>Ein Unternehmen, das im Rahmen seiner Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit 41 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent emittiert und einen Umsatz von 753.000 \u20ac erzielt, hat eine Kohlenstoffintensit\u00e4t von 54 kg CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent pro Tausend Euro. Dasselbe Unternehmen, das im Jahresdurchschnitt 25 Vollzeit\u00e4quivalente (VZ\u00c4) besch\u00e4figt, erreicht eine Kohlenstoffintensit\u00e4t von 1,6 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-\u00c4quivalent pro VZ\u00c4.<\/p>\n<p>Nach der gleichen Logik kann auch <b>die Energie-<\/b> oder <b>Wasserintensit\u00e4t <\/b>innerhalb eines Unternehmens gemessen werden, d.h. der gesamte Energie- oder Wasserverbrauch im Vergleich zu einer wirtschaftlichen Referenzeinheit.<\/p>\n<h2>Wie kann die Kohlenstoffintensit\u00e4t verringert werden?<\/h2>\n<p>Die Verringerung der Kohlenstoffintensit\u00e4t ist ein langwieriger und zugleich komplexer Prozess. Den Unternehmen stehen verschiedene Handlungsoptionen zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<h3>Eine nachhaltige Lieferkette aufbauen<\/h3>\n<p>Es ist wichtig, die gesamte Lieferkette in das Ziel der Kohlenstoffreduktion einzubeziehen. Dazu geh\u00f6ren die <b>Ber\u00fccksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien <\/b>bei der Lieferantenauswahl, der bevorzugte Einkauf von Materialien, Produkten und Dienstleistungen mit geringeren Umweltauswirkungen oder die Optimierung von Logistik und Transport.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Der Tipp eines Manutan-Experten<\/b><\/p>\n<p>Um die Einkaufsabteilungen bei ihren Entscheidungen zu unterst\u00fctzen, haben einige Lieferanten einen so genannten <a href=\"https:\/\/www.manutan.de\/de\/oid\/peis\"><b>Product Environmental Impact Score<\/b><\/a> eingef\u00fchrt. So auch die Manutan-Gruppe, die einen Impact Score eingef\u00fchrt hat, um Produkte innerhalb einer Kategorie von A bis E zu klassifizieren. <i>\u201eWir st\u00fctzen uns heute auf zwei Referenzstandards. Der erste hei\u00dft PEF, Product Environmental Footprint, also der von der Europ\u00e4ischen Union eingef\u00fchrte \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck des Produkts [&#8230;] und dann nat\u00fcrlich der Referenzstandard der ADEME, insbesondere f\u00fcr alle B\u00fcroprodukte. Diese beiden Referenznormen erm\u00f6glichen es, anhand von Kriterien &#8211; es gibt zwischen 12 und 16 &#8211; die Punktzahl f\u00fcr die Umweltauswirkungen der Produkte zu bestimmen\u201c<\/i>, erkl\u00e4rt Antoine Compin, Managing Director von Manutan France.<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Erneuerbare Energien bevorzugen<\/h3>\n<p>Die Unternehmen tun gut daran, den \u00dcbergang zu erneuerbaren Energiequellen (<b>Sonnen-, Wind- und Wasserkraft<\/b>) oder emissionsarmen Energiequellen (Kernenergie oder Erdgas) als Ersatz f\u00fcr fossile Brennstoffe einzuleiten.<\/p>\n<h3>Auf Energieeffizienz setzen<\/h3>\n<p>Unternehmen k\u00f6nnen auch die Energieeffizienz ihrer Standorte optimieren. Dies kann durch Investitionen in <b>energieeffizientere<\/b> Maschinen und Anlagen f\u00fcr Beleuchtung, Heizung, Klimatisierung oder Bel\u00fcftung geschehen. Auch eine Verbesserung der Isolierung von Geb\u00e4uden ist denkbar.<\/p>\n<h3>Mitarbeiter schulen<\/h3>\n<p>Eine gute M\u00f6glichkeit, den eigenen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck zu verkleinern, ist die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter. Dazu kann das Unternehmen damit beginnen, Umweltziele in seine Gesamtstrategie zu integrieren. Dies kann dann beispielsweise in Form von <b>Schulungen zum Thema Energiesparen<\/b> geschehen oder durch Gruppenworkshops, die den Mitarbeitern helfen, sich mit den globalen Herausforderungen auseinanderzusetzen, wie z.B. das Klima Puzzle \u201eFresque du Climat\u201c.<\/p>\n<p>Wie Sie sehen, ist die Messung und Reduzierung der Kohlenstoffintensit\u00e4t eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Unternehmen, die sich auf die Zukunft vorbereiten wollen. Der Schl\u00fcssel zum Erfolg liegt in einem strukturierten Ansatz, der Optimierung der Prozesse und der Einbeziehung der verschiedenen Interessengruppen. Nur so kann dieser Indikator in einen nachhaltigen strategischen Vorteil verwandelt werden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der gro\u00dfen globalen Herausforderungen beschreiten viele Unternehmen den Weg der Dekarbonisierung. Ein Prozess, der sich angesichts steigender regulatorischer Anforderungen und Kundenerwartungen beschleunigt. Um ihre Ziele effektiv zu erreichen, ben\u00f6tigen sie Werkzeuge und Schl\u00fcsselindikatoren. Die Kohlenstoffintensit\u00e4t hilft ihnen dabei als ein Indikator, der die gesamten Treibhausgasemissionen in Relation zum Wachstum des Unternehmens setzt. Was ist die Kohlenstoffintensit\u00e4t? Die Kohlenstoffintensit\u00e4t ist&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73414,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-72668","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nachhaltiger-arbeitsplatz"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=72668"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72668\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":74083,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/72668\/revisions\/74083"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=72668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=72668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=72668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}