{"id":72690,"date":"2025-07-08T09:00:02","date_gmt":"2025-07-08T09:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=72418"},"modified":"2026-02-12T10:17:04","modified_gmt":"2026-02-12T10:17:04","slug":"entscheidungstraeger-im-einkauf-wie-koennen-sie-das-risikomanagementkonzept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/intelligentes-und-effizientes-arbeiten\/entscheidungstraeger-im-einkauf-wie-koennen-sie-das-risikomanagementkonzept\/","title":{"rendered":"Entscheidungstr\u00e4ger im Einkauf: Wie k\u00f6nnen Sie das Risikomanagementkonzept an Ihre Strategie anpassen?"},"content":{"rendered":"<figure class=\"post-hero\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-73392 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/EntscheidungstrA_ger_im_Einkauf_Wie_kA_nnen_Sie_das_Risikomanagementkonzept_an_Ihre_Strategie_anpassen.png\" alt=\"\" width=\"717\" height=\"478\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/EntscheidungstrA_ger_im_Einkauf_Wie_kA_nnen_Sie_das_Risikomanagementkonzept_an_Ihre_Strategie_anpassen.png 717w, \/wp-content\/uploads\/2025\/07\/EntscheidungstrA_ger_im_Einkauf_Wie_kA_nnen_Sie_das_Risikomanagementkonzept_an_Ihre_Strategie_anpassen-300x200.png 300w\" sizes=\"(max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><\/figure>\n<div class=\"post-content\">\n<p>Risikomanagement bedeutet, tats\u00e4chliche und potenzielle Bedrohungen f\u00fcr Unternehmen zu erkennen, zu antizipieren und unter Kontrolle zu bringen. Diese Risiken (sei es finanzieller, regulatorischer, politischer oder \u00f6kologischer Art) k\u00f6nnen allesamt die Sicherheit und den Erfolg von Organisationen gef\u00e4hrden. Dies erfordert vor allem in den Einkaufsabteilungen eine klare Strategie, um mit einer bestimmten Kategorie von Risiken &#8211; den Lieferantenrisiken &#8211; umzugehen.<\/p>\n<h2>Risiken in Unternehmen<\/h2>\n<p>Die hier ma\u00dfgebliche Norm ISO 31000 definiert Risiko als die \u201e<b><i>Auswirkung von Unsicherheit auf Ziele<\/i><\/b><i>&#8220;.<\/i> Mit anderen Worten geht es um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses und dessen Auswirkungen auf die Leistung eines Unternehmens.<\/p>\n<p>Die Risikopr\u00e4vention ist daher f\u00fcr den Fortbestand von Unternehmen von entscheidender Bedeutung, da sie es ihnen erm\u00f6glicht, ihre Sicherheit, ihr Wachstum und ihre Entwicklung langfristig zu gew\u00e4hrleisten. Angesichts der vielen Risiken, die um sie herum lauern, ist die Umsetzung eines effektiven Managementplans umso wichtiger.<\/p>\n<p>Hier einige Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>finanzielle Risiken (Wechselkurs, Markt, Kredit, Zinssatz usw.)<\/li>\n<li>regulatorische Risiken (Kontrolle, Vorschriften, nationale oder internationale Gesetzgebung usw.)<\/li>\n<li>Risiken durch klimatische Bedingungen<\/li>\n<li>politische Risiken<\/li>\n<li>technologische Risiken<\/li>\n<li>Risiken einer Verknappung der nat\u00fcrlichen Ressourcen usw.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Die Reduzierung von Lieferantenrisiken steht im Zentrum der Einkaufspriorit\u00e4ten<\/h2>\n<p>Zu diesen Risiken geh\u00f6ren auch Lieferantenrisiken, die eine Problematik darstellen, die im Zentrum der Einkaufsfunktion steht. Eine St\u00f6rung in den Beziehungen zu Lieferanten oder Auftragnehmern oder ihrerseits unangemessenes Verhalten kann dazu f\u00fchren, dass sich die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit eines Unternehmens verschlechtert oder gar zum Erliegen kommt.<\/p>\n<p>Es gibt <b>vier Haupttypen von Risiken<\/b>, die mit Einkaufsprozessen verbunden sind:<\/p>\n<ul>\n<li>strategische (oder finanzielle) Risiken<\/li>\n<li>vertragliche Risiken<\/li>\n<li>operationelle Risiken<\/li>\n<li>Reputationsrisiken<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der Praxis k\u00f6nnen sich diese in Form von wirtschaftlichen Schwierigkeiten, einem Rechtsstreit, einer Verz\u00f6gerung bei der Beschaffung oder einer Handlung \u00e4u\u00dfern, die nicht den etablierten guten \u00f6kologischen, sozialen und gesellschaftlichen Praktiken entspricht.<\/p>\n<p>Mit zunehmender Komplexit\u00e4t und Umfang von Lieferketten nehmen auch die Risiken exponentiell zu. Laut der neuesten Umfrage der Beratungsgesellschaft Deloitte steht die Verbesserung des Risikomanagements daher ganz oben auf der Priorit\u00e4tenliste der Einkaufsleiter. Sie haben daher keine andere Wahl, als das Risikomanagement in ihre Beschaffungsstrategie zu integrieren.<\/p>\n<h2>3 Schritte f\u00fcr Ihre Strategie zum Lieferantenrisikomanagement<\/h2>\n<p>Bevor ein Prozess f\u00fcr das Management von Lieferantenrisiken eingef\u00fchrt werden kann, muss zun\u00e4chst eine Einkaufspolitik formalisiert und umgesetzt werden. Anschlie\u00dfend k\u00f6nnen sich die Einkaufsabteilungen darauf konzentrieren, Lieferantenrisiken zu identifizieren und zu kartografieren, um Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen umzusetzen. Dies geschieht in der Regel in drei Schritten.<\/p>\n<h3>1. Die Identifizierung von Risiken<\/h3>\n<p>In diesem ersten Schritt werden <b>Risikoquellen, Ereignisse, deren Ursachen und<\/b> m\u00f6gliche <b>Folgen<\/b> \u00fcber die gesamte Lieferkette hinweg <b>identifiziert<\/b>.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Ein schlechtes Beschaffungsmanagement (Risikoquelle) kann aufgrund eines fehlenden Kapazit\u00e4tsaudits (Ursache) zu einer Unterbrechung der Rohstoffversorgung beim Lieferanten (Ereignis) f\u00fchren. Dies wiederum f\u00fchrt zu Lieferverz\u00f6gerungen f\u00fcr das Kundenunternehmen (Folge).<\/p>\n<p>Um diese Risikoidentifizierung durchzuf\u00fchren, stehen den Einkaufsabteilungen mehrere Werkzeuge zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<ul>\n<li>die SWOT-Analyse<\/li>\n<li>das Ishikawa-Diagramm<\/li>\n<li>die 5-Why-Methode<\/li>\n<li>das 7-S-Modell von McKinsey usw.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>2. Die Risikobewertung<\/h3>\n<p>Anschlie\u00dfend m\u00fcssen diese Risiken nach ihrer Kritikalit\u00e4tsstufe gewichtet werden. Die ISO-Norm 3100 empfiehlt hierf\u00fcr die beiden Analysekriterien <b>Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit<\/b>.<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen Schritt ist es wichtig, sich auf verl\u00e4ssliche Daten zu st\u00fctzen, das hei\u00dft auf Informationen, die von Dritten (Ratingplattformen, Versicherungsgesellschaften usw.) bereitgestellt werden.<\/p>\n<h3>3. Das Risikomanagement<\/h3>\n<p>Der dritte Schritt umfasst die effiziente Verwaltung und Steuerung von Risiken. Die Herausforderung besteht darin, die Kommunikation mit den Lieferanten \u00fcber diese Themen zu f\u00f6rdern und die potenziell beteiligten Abteilungen der Organisation einzubeziehen. In diesem Stadium m\u00fcssen die Einkaufsabteilungen <b>Strategien anwenden<\/b>, die auf jedes Risiko und dessen Kritikalit\u00e4t zugeschnitten sind (Akzeptanz-, Vermeidungs-, Kontroll-, \u00dcbertragungs- oder \u00dcberwachungsstrategie).<\/p>\n<p>Jede Strategie wird dann durch einen <b>Aktionsplan<\/b>, aber auch durch einen Notfallplan umgesetzt. Dies kann von einer einfachen \u00dcberwachung der Vorschriften bis hin zur Erstellung eines Fortschrittsplans reichen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Die verschiedenen Strategien des Risikomanagements <\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Akzeptanz bedeutet, die Verantwortung f\u00fcr ein Risiko zu \u00fcbernehmen<\/li>\n<li>Vermeidung bedeutet, dass keine Risikoexposition zugelassen wird<\/li>\n<li>Kontrolle zielt darauf ab, ein Risiko zu steuern oder zu beseitigen<\/li>\n<li>Durch \u00dcbertragung kann die Verantwortung f\u00fcr ein Risiko geteilt werden<\/li>\n<li>Bei der \u00dcberwachung wird ab einem kritischen Schwellenwert reagiert<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p>Schlie\u00dflich muss ein Governance-System eingerichtet werden, um langfristig ein leistungsf\u00e4higes Lieferantenrisikomanagement zu gew\u00e4hrleisten. Die Einkaufsteams, die in erster Linie f\u00fcr die Kontrolle dieser Risiken zust\u00e4ndig sind, k\u00f6nnen sich auf eine Roadmap mit den wichtigsten Ritualen st\u00fctzen, welche sie in ihrem Alltag anwenden sollten, sowie auf eine integrierte L\u00f6sung f\u00fcr das Risikomanagement.<\/p>\n<p>In einer zunehmend komplexen, unsicheren, ambivalenten und unbest\u00e4ndigen Welt lauern \u00fcberall Risiken, welche die Leistung oder sogar den Fortbestand eines jeden Unternehmens gef\u00e4hrden k\u00f6nnen. Deshalb m\u00fcssen die Unternehmen das Risikomanagement k\u00fcnftig in ihre t\u00e4gliche Arbeit integrieren.<\/p>\n<p>Innerhalb der Einkaufsabteilungen bedeutet dies eine genaue und umfassende Kartierung der Lieferantenrisiken sowie eine klare Strategievorstellung. Es sei daran erinnert, dass ein effektives Lieferantenrisikomanagement sowohl von der Agilit\u00e4t der Einkaufsabteilung als auch von der Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten abh\u00e4ngt.<\/p>\n<h4><\/h4>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/I00017G_EN_Procurement_Managers_risk_management_strategy_Page_2.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Risikomanagement bedeutet, tats\u00e4chliche und potenzielle Bedrohungen f\u00fcr Unternehmen zu erkennen, zu antizipieren und unter Kontrolle zu bringen. Diese Risiken (sei es finanzieller, regulatorischer, politischer oder \u00f6kologischer Art) k\u00f6nnen allesamt die Sicherheit und den Erfolg von Organisationen gef\u00e4hrden. Dies erfordert vor allem in den Einkaufsabteilungen eine klare Strategie, um mit einer bestimmten Kategorie von Risiken &#8211; den Lieferantenrisiken &#8211; umzugehen. 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