{"id":73998,"date":"2026-02-03T09:00:11","date_gmt":"2026-02-03T09:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/?p=73998"},"modified":"2026-02-10T09:06:59","modified_gmt":"2026-02-10T09:06:59","slug":"wie-lasst-sich-die-klimatische-resilienz-ihres-unternehmens-starken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/uncategorized\/wie-lasst-sich-die-klimatische-resilienz-ihres-unternehmens-starken\/","title":{"rendered":"Wie l\u00e4sst sich die klimatische Resilienz Ihres Unternehmens st\u00e4rken?"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-73999\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/A00507.png\" alt=\"\" width=\"717\" height=\"478\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/A00507.png 717w, \/wp-content\/uploads\/2026\/02\/A00507-300x200.png 300w\" sizes=\"(max-width: 717px) 100vw, 717px\" \/><\/p>\n<p>Der Klimawandel ist bereits Realit\u00e4t: Hitzewellen, \u00dcberschwemmungen, St\u00fcrme \u2026<\/p>\n<p>Laut dem World Economic Forum z\u00e4hlen extreme Wetterereignisse zu den gr\u00f6\u00dften Risiken, die kurz-, mittel- und langfristig globale Krisen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund wird der Aufbau klimatischer Resilienz zu einem strategischen Imperativ.<\/p>\n<p>Unternehmen sind daher gut beraten, Anpassungspl\u00e4ne zu entwickeln und umzusetzen. Ziel dieser Vorgehensweise ist es, die notwendigen Ma\u00dfnahmen zu identifizieren und zu planen, um den Folgen des Klimawandels wirksam zu begegnen. Dies erfolgt in drei zentralen Schritten \u2013 von der Bewertung der Klimarisiken bis hin zur Steuerung und \u00dcberwachung der Umsetzung.<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong>: Das Konzept der klimatischen Resilienz<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.manutan.de\/de\/oid\/naturkatastrophen\">Klimatische Resilienz<\/a> bezeichnet die F\u00e4higkeit einer Organisation, klimabedingte St\u00f6rungen zu antizipieren, sich daran anzupassen und sich davon zu erholen. Ein resilientes Unternehmen hat seine Klimarisiken identifiziert und die erforderlichen Ma\u00dfnahmen umgesetzt, um diese kurz- und langfristig wirksam zu steuern.<\/p>\n<h2>Schritt Nr. 1: Klimarisiken bewerten<\/h2>\n<p>Der erste Schritt eines Plans zur klimatischen Resilienz besteht darin, eine kombinierte Analyse der Exposition und Verwundbarkeiten des Unternehmens sowie der klimatischen Gefahren vorzunehmen, die sich auf seine Aktivit\u00e4ten auswirken k\u00f6nnen. Dazu analysiert das Unternehmen seine operativen Herausforderungen, fr\u00fchere Sch\u00e4den und St\u00f6rungen sowie aktuelle wissenschaftliche Prognosen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst werden physische Risiken entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette untersucht. Dies betrifft unter anderem Beschaffung, Infrastrukturen und Anlagen, operative Abl\u00e4ufe sowie Logistik. Das Unternehmen kartiert s\u00e4mtliche Interaktionen und Materialfl\u00fcsse und priorisiert deren Kritikalit\u00e4t. W\u00e4hrend eine Aktivit\u00e4t m\u00f6glicherweise mit 50 % Kapazit\u00e4t weiterlaufen kann, ist bei anderen keinerlei Prozessunterbrechung akzeptabel.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt werden die unterschiedlichen klimatischen Gefahren identifiziert, die f\u00fcr das Unternehmen relevant sind. Diese reichen von Erdrutschen bei Standorten in Bergregionen bis hin zu Hitzewellen, die die Arbeitsbedingungen beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. F\u00fcr jede Gef\u00e4hrdung werden die potenziellen Auswirkungen auf die Prozesse bewertet (Dauer von Unterbrechungen, Umsatzverluste, Kostensteigerungen \u2026). Ziel ist es letztlich, alle Klimarisiken zu priorisieren.<\/p>\n<h2>Schritt Nr. 2: Einen Ma\u00dfnahmenplan definieren<\/h2>\n<p>Im zweiten Schritt wird ein Anpassungsplan entwickelt. Dabei geht es darum, geeignete Anpassungsstrategien zu identifizieren und diese Ma\u00dfnahmen nach Wirksamkeit, Kosten und Umsetzungszeitraum zu priorisieren. Die Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen technischer Natur sein (bauliche Anpassungen, Ausr\u00fcstung \u2026), organisatorischer Art (Prozesse, Schulungen \u2026) oder naturnah (Begr\u00fcnung, Beschattung \u2026).<\/p>\n<p>Der Anpassungsplan umfasst die Liste der Ma\u00dfnahmen, den Umsetzungszeitplan, klare Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die verf\u00fcgbaren Ressourcen.<\/p>\n<p>Diese Phase erfordert die Einbindung aller Stakeholder: intern der Gesch\u00e4ftsleitung, der operativen Bereiche und der Personalabteilung \u2013 extern der Kunden, Lieferanten und sogar der \u00f6ffentlichen Hand.<\/p>\n<p>Man unterscheidet drei zentrale Kategorien von Ma\u00dfnahmen:<\/p>\n<ul>\n<li>Kurzfristig: sogenannte \u201eQuick Wins\u201c mit geringen Kosten, z. B. die Anschaffung von Notfallausr\u00fcstung, Schulungen oder die Einf\u00fchrung von Notfallprotokollen;<\/li>\n<li>Mittelfristig: strukturelle Investitionen wie die Verbesserung von Fr\u00fchwarn- oder K\u00fchlsystemen oder die Diversifizierung der Logistik;<\/li>\n<li>Langfristig: strategische Ma\u00dfnahmen wie die Anpassung von Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten oder die Verlagerung bestimmter Standorte.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Info<\/strong>: Wussten Sie schon?<br \/>\nOhne Anpassungsma\u00dfnahmen an den Klimawandel werden die klimabedingten finanziellen Kosten im Durchschnitt rund 3,3 % pro Jahr des Wertes realer Verm\u00f6genswerte ausmachen \u2013 und k\u00f6nnten bis 2050 sogar bis zu 28 % erreichen. Ein starkes Argument f\u00fcr langfristige Investitionen in die klimatische Resilienz Ihres Unternehmens.<\/p>\n<h3>Ma\u00dfnahmen innerhalb der Einkaufsabteilungen<\/h3>\n<p>Um die klimatische Resilienz sicherzustellen und die F\u00e4higkeit der Lieferanten zu bewerten, ihre Aktivit\u00e4ten auch im Krisenfall aufrechtzuerhalten, k\u00f6nnen Unternehmen zun\u00e4chst gezielte Fragen stellen: Haben die Lieferanten ihre wichtigsten Klimarisiken identifiziert? Gibt es einen Aktionsplan im Umgang mit Klimawandelfolgen und Naturkatastrophen? Sind sie nach ISO 22301 (Business Continuity Management) zertifiziert?<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gilt es, die Beschaffungs- und Supply-Chain-Strategien anzupassen.<\/p>\n<p><em>\u201eF\u00fcr Einkaufsabteilungen gibt es zahlreiche Instrumente und bew\u00e4hrte Praktiken, um die negativen Auswirkungen der Erderw\u00e4rmung auf ihre Lieferketten zu begrenzen. Zun\u00e4chst sollten sie ihre Lieferantenportfolios sowie ihre Niederlassungen geografisch diversifizieren\u201c<\/em>, betont Romain Nocente, Rohstoffanalyst bei der SVP-Gruppe.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen spezifische Kriterien in Ausschreibungen integriert, Anpassungsklauseln in Vertr\u00e4ge aufgenommen, Transportarten diversifiziert sowie die Supply Chain digitalisiert und abgesichert werden.<\/p>\n<h2>Schritt Nr. 3: Die Umsetzung steuern<\/h2>\n<p>Abschlie\u00dfend muss der Plan zur klimatischen Resilienz aktiv gesteuert, regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert und tief in die Organisation integriert werden. Dazu geh\u00f6rt die Benennung einer verantwortlichen Person sowie die Einf\u00fchrung geeigneter Steuerungskennzahlen: klimabedingte Vorf\u00e4lle, Fortschritt bei der Umsetzung der Ma\u00dfnahmen, Wirkung der ergriffenen Aktionen \u2026<\/p>\n<p>So l\u00e4sst sich die Wirksamkeit der Ma\u00dfnahmen bewerten und sicherstellen, dass die Risiken auf ein akzeptables Niveau reduziert werden oder gegebenenfalls eine Neubewertung erforderlich ist.<\/p>\n<p>Diese Vorgehensweise muss fest in der Governance und den Entscheidungsprozessen verankert werden. Der Resilienzplan kann beispielsweise in Vorstandsgremien, Investitionspl\u00e4ne und die <a href=\"https:\/\/www.manutan.de\/de\/oid\/csr-ansatz\">CSR-Strategie (Corporate Social Responsibility)<\/a> integriert werden. Ebenso kann er mit den Zielen des Pariser Abkommens in Einklang gebracht werden, um zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beizutragen.<\/p>\n<p>Wie bei jedem Transformationsprojekt h\u00e4ngt der Erfolg eines Plans zur klimatischen Resilienz auch von der Akzeptanz der Mitarbeitenden ab. Dies beginnt mit einer klaren Kommunikation der Ziele und erwarteten Vorteile sowie der Formalisierung bew\u00e4hrter Praktiken. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sensibilisierungskampagnen oder praxisorientierte Workshops umgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong>: Fokus auf die \u201eFresque du Climat\u201c<br \/>\nBei Manutan setzen wir auf die Fresque du Climat. Diese p\u00e4dagogischen und kollaborativen Workshops sensibilisieren f\u00fcr die Herausforderungen des Klimawandels, sodass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter diese versteht und entsprechend handeln kann. Das Format ist spielerisch, partizipativ und kreativ und l\u00e4dt dazu ein, Ursache-Wirkungs-Zusammenh\u00e4nge des Klimawandels zu rekonstruieren und m\u00f6gliche L\u00f6sungsans\u00e4tze zu erkunden.<\/p>\n<p>Die entscheidende Frage ist daher nicht mehr, ob ein Unternehmen vom Klimawandel betroffen sein wird, sondern wann und wie es sich darauf vorbereitet. \u00dcber das reine Risikomanagement hinaus bietet sich die Chance, eine agilere und wettbewerbsf\u00e4higere Organisation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klimawandel ist bereits Realit\u00e4t: Hitzewellen, \u00dcberschwemmungen, St\u00fcrme \u2026 Laut dem World Economic Forum z\u00e4hlen extreme Wetterereignisse zu den gr\u00f6\u00dften Risiken, die kurz-, mittel- und langfristig globale Krisen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund wird der Aufbau klimatischer Resilienz zu einem strategischen Imperativ. 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