{"id":74833,"date":"2026-06-05T09:00:50","date_gmt":"2026-06-05T09:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/app-mde-blog-prd.azurewebsites.net\/?p=74833"},"modified":"2026-08-12T14:39:22","modified_gmt":"2026-08-12T14:39:22","slug":"wie-lassen-sich-dark-data-nutzen-um-verborgene-einsparpotenziale-in-ihrer-beschaffungsstrategie-aufzudecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.manutan.de\/blog\/intelligentes-und-effizientes-arbeiten\/wie-lassen-sich-dark-data-nutzen-um-verborgene-einsparpotenziale-in-ihrer-beschaffungsstrategie-aufzudecken\/","title":{"rendered":"Wie lassen sich Dark Data nutzen, um verborgene Einsparpotenziale in Ihrer Beschaffungsstrategie aufzudecken?"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-74867\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Wie-lassen-sich-Dark-Data-nutzen-um-verborgene-Einsparpotenziale-in-Ihrer-Beschaffungsstrategie-aufzudecken.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"483\" srcset=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Wie-lassen-sich-Dark-Data-nutzen-um-verborgene-Einsparpotenziale-in-Ihrer-Beschaffungsstrategie-aufzudecken.png 720w, \/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Wie-lassen-sich-Dark-Data-nutzen-um-verborgene-Einsparpotenziale-in-Ihrer-Beschaffungsstrategie-aufzudecken-300x201.png 300w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/p>\n<p>Dark Data \u2013 also die gro\u00dfe Menge an Unternehmensdaten, die zwar vorhanden, aber bislang ungenutzt sind \u2013 stellen ein enormes Wertsch\u00f6pfungspotenzial dar. Werden diese Daten gezielt aktiviert, k\u00f6nnen sie die Leistungsf\u00e4higkeit des Einkaufs steigern und Kosten nachhaltig senken. Die Nutzung dieser Ressource entwickelt sich damit zu einem entscheidenden Hebel f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Risikomanagement.<\/p>\n<h3>Inhaltsverzeichnis<\/h3>\n<ul>\n<li>Was sind Dark Data?<\/li>\n<li>Welche Arten von Dark Data gibt es?<\/li>\n<li>Wie lassen sich Dark Data beherrschen?<\/li>\n<li>Wie k\u00f6nnen Dark Data im Einkauf genutzt werden?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Datenmenge in Unternehmen w\u00e4chst heute exponentiell. W\u00e4hrend ein Teil dieser Informationen bereits strategisch genutzt wird, bleibt ein erheblicher Anteil unber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Unz\u00e4hlige Daten liegen ungenutzt in Unternehmen verborgen und entziehen sich h\u00e4ufig der Aufmerksamkeit. Diese vergessenen Informationen werden als Dark Data bezeichnet.<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnen sie wertvolle Erkenntnisse enthalten, die fundiertere Entscheidungen erm\u00f6glichen, die operative Leistung verbessern und die Kontrolle \u00fcber Ausgaben st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Dennoch bleibt dieses verborgene Potenzial in vielen Unternehmen ungenutzt \u2013 obwohl daraus erheblicher Mehrwert entstehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h2>Was sind Dark Data?<\/h2>\n<p>Dark Data sind s\u00e4mtliche \u201ekalten\u201c Daten, die in Unternehmen kaum oder gar nicht genutzt werden.<\/p>\n<p>Sie werden zwar erfasst und gespeichert, verfolgen jedoch keinen konkreten Zweck. H\u00e4ufig wissen die Teams weder, dass diese Daten existieren, noch wie sie ausgewertet oder sinnvoll eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dadurch verursachen sie Kosten \u2013 etwa f\u00fcr Speicherung und Energieverbrauch \u2013 sowie zus\u00e4tzliche Risiken, ohne einen messbaren Nutzen oder Return on Investment zu liefern.<\/p>\n<p>Viele Unternehmen sammeln Dark Data in der Annahme, sie k\u00f6nnten irgendwann einmal n\u00fctzlich werden.<\/p>\n<p>Derzeit entfallen weltweit rund 52 % aller gespeicherten Unternehmensdaten auf Dark Data. Das entspricht rund 1,3 Milliarden Gigabyte, die Unternehmen t\u00e4glich erzeugen.<br \/>\nDie eigentliche Herausforderung besteht darin, diese ruhenden Daten in nutzbare Informationen zu verwandeln.<\/p>\n<p>Darauf weist auch Emmanuelle Ertel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Innovation&amp;trust, der Digital Factory der Tessi Gruppe, hin: <em>\u201eDark Data k\u00f6nnen \u00e4u\u00dferst wertvolle Informationen enthalten, die wesentlich zur Effizienzsteigerung von Unternehmen beitragen. Viele Unternehmen besitzen \u2013 ohne es zu wissen \u2013 einen umfangreichen Dokumentenbestand, der bislang nicht genutzt wird. Teilweise bezahlen sie sogar externe Dienstleister f\u00fcr Informationen, die bereits in ihren eigenen Daten vorhanden sind.\u201c<\/em><\/p>\n<h2>Welche Arten von Dark Data gibt es?<\/h2>\n<p>Es gibt verschiedene Arten von Dark Data, die jeweils eigene Herausforderungen mit sich bringen. Da es bislang keine allgemein anerkannte Klassifizierung gibt, lassen sie sich in vier Kategorien einteilen: unbekannte, nicht zug\u00e4ngliche, ungenutzte und verborgene Daten.<\/p>\n<h3>Unbekannte Daten<\/h3>\n<p>Unbekannte Daten sind Informationen, die nur unzureichend dokumentiert und h\u00e4ufig unstrukturiert sind.<\/p>\n<p>Unternehmen wissen oft nicht genau, welche Inhalte diese Daten umfassen oder welchen Wert sie besitzen.<\/p>\n<p>Dabei kann es sich beispielsweise handeln um:<\/p>\n<ul>\n<li>isolierte Dateien,<\/li>\n<li>E-Mails,<\/li>\n<li>PDF-Dokumente,<\/li>\n<li>Bildschirmaufnahmen,<\/li>\n<li>Archivbest\u00e4nde, deren Ursprung kaum noch nachvollziehbar ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Herausforderung besteht darin, diese Daten zu identifizieren und zu analysieren, um wertvolle Informationen nutzbar zu machen.<\/p>\n<h3>Nicht zug\u00e4ngliche Daten<\/h3>\n<p>Nicht zug\u00e4ngliche Daten sind Informationen, deren Existenz zwar bekannt ist, die jedoch nicht ohne Weiteres genutzt, zusammengef\u00fchrt oder ausgewertet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sie befinden sich h\u00e4ufig in:<\/p>\n<ul>\n<li>geschlossenen Fachanwendungen,<\/li>\n<li>organisatorischen Datensilos,<\/li>\n<li>Systemen mit stark eingeschr\u00e4nkten Zugriffsrechten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ihre Nutzung erfordert geeignete Technologien oder Integrationsma\u00dfnahmen.<\/p>\n<h3>Ungenutzte Daten<\/h3>\n<p>Ungenutzte Daten sind bekannt und verf\u00fcgbar, werden jedoch nie ausgewertet.<\/p>\n<p>Hierzu z\u00e4hlen beispielsweise Informationen, die als:<\/p>\n<ul>\n<li>veraltet,<\/li>\n<li>redundant,<\/li>\n<li>oder qualitativ unzureichend<\/li>\n<\/ul>\n<p>eingestuft werden.<\/p>\n<p>Obwohl sie ungenutzt bleiben, k\u00f6nnen eine gezielte Bereinigung oder Analyse wertvolle Erkenntnisse liefern.<\/p>\n<h3>Verborgene Daten<\/h3>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es verborgene Daten, die au\u00dferhalb der offiziellen Data-Governance liegen.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>Daten auf pers\u00f6nlichen Speicherorten,<\/li>\n<li>Informationen im Zusammenhang mit Shadow IT,<\/li>\n<li>nicht dokumentierte oder nicht registrierte Dateien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Daten stellen erhebliche Risiken f\u00fcr Informationssicherheit und Compliance dar.<\/p>\n<h2>Wie lassen sich Dark Data beherrschen?<\/h2>\n<p>Um den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen aus Dark Data zu ziehen, m\u00fcssen Unternehmen zwischen wertvollen Informationen, risikobehafteten Daten und vollst\u00e4ndig nutzlosen Daten unterscheiden.<\/p>\n<p>Dazu empfiehlt sich ein strukturierter Ansatz, der auf drei zentralen Schritten basiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Identifizieren,<\/li>\n<li>Klassifizieren,<\/li>\n<li>Handeln.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Daten identifizieren<\/h3>\n<p>Im ersten Schritt gilt es festzustellen, wo sich Dark Data innerhalb des Unternehmens befinden.<\/p>\n<p>Da diese Informationen h\u00e4ufig \u00fcber zahlreiche Systeme verteilt sind, m\u00fcssen zun\u00e4chst s\u00e4mtliche Datenquellen lokalisiert werden, beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>gemeinsame Server,<\/li>\n<li>Cloud-Speicher,<\/li>\n<li>Fachanwendungen,<\/li>\n<li>E-Mail-Systeme,<\/li>\n<li>pers\u00f6nliche Verzeichnisse.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ziel ist es, einen vollst\u00e4ndigen \u00dcberblick \u00fcber den vorhandenen Datenbestand, dessen Umfang, Alter und thematische Inhalte zu erhalten.<\/p>\n<h3>Daten klassifizieren<\/h3>\n<p>Im zweiten Schritt werden die identifizierten Daten bewertet und klassifiziert.<\/p>\n<p>Dabei empfiehlt sich ein Bewertungsmodell anhand von zwei zentralen Kriterien:<\/p>\n<ul>\n<li>dem potenziellen Wert der Daten,<\/li>\n<li>dem Risiko ihrer weiteren Aufbewahrung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zur Bewertung des Nutzens werden unter anderem folgende Aspekte ber\u00fccksichtigt:<\/p>\n<ul>\n<li>Relevanz f\u00fcr die Fachbereiche,<\/li>\n<li>m\u00f6gliche Anwendungsf\u00e4lle,<\/li>\n<li>strategische Bedeutung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Risikobewertung sind insbesondere zu analysieren:<\/p>\n<ul>\n<li>die Sensibilit\u00e4t der Daten,<\/li>\n<li>regulatorische Anforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die richtigen Ma\u00dfnahmen ergreifen<\/h3>\n<p>Auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme k\u00f6nnen unterschiedliche Ma\u00dfnahmen umgesetzt werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Strategisch wertvolle Daten werden in aktiv nutzbare Informationsressourcen \u00fcberf\u00fchrt.<\/li>\n<li>Daten ohne Mehrwert k\u00f6nnen gel\u00f6scht oder archiviert werden.<\/li>\n<li>F\u00fcr sensible Daten sollten \u2013 abh\u00e4ngig vom jeweiligen Risikoniveau \u2013 geeignete Governance- und Sicherheitsma\u00dfnahmen eingef\u00fchrt bzw. verst\u00e4rkt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie lassen sich Dark Data im Einkauf nutzen?<\/h2>\n<p>Dark Data bieten Einkaufsteams ein enormes Potenzial. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die C-Teile-Beschaffung, die h\u00e4ufig deutlich weniger strukturiert organisiert ist als strategische Beschaffungskategorien.<\/p>\n<p>In Bestellungen, Rechnungen, Lieferantenkorrespondenz und zahlreichen weiteren Dokumenten verbirgt sich eine Vielzahl strategisch relevanter Informationen, die bislang ungenutzt bleiben.<\/p>\n<p>Mit den richtigen Analysewerkzeugen k\u00f6nnen Einkaufsabteilungen diese Daten auswerten und wertvolle Optimierungspotenziale erschlie\u00dfen.<\/p>\n<h3>Maverick Buying bek\u00e4mpfen<\/h3>\n<p>Maverick Buying stellt f\u00fcr Einkaufsabteilungen eine erhebliche Herausforderung dar.<\/p>\n<p>Diese Beschaffungen erfolgen au\u00dferhalb der definierten Einkaufsprozesse, sind \u00fcber verschiedene Unternehmensbereiche verteilt und entziehen sich der Kontrolle des Einkaufs.<\/p>\n<p>Durch die Auswertung verstreuter Rechnungen, Spesenabrechnungen oder einzelner Bestellungen k\u00f6nnen Einkaufsteams diese Ausgaben sichtbar machen und unter Kontrolle bringen.<\/p>\n<p>Dadurch lassen sich insbesondere:<\/p>\n<ul>\n<li>die betroffenen Produktgruppen identifizieren,<\/li>\n<li>die beteiligten Fachbereiche erkennen,<\/li>\n<li>Ma\u00dfnahmen zur Steuerung und Standardisierung dieser Beschaffungen einleiten.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Das Lieferantenportfolio optimieren<\/h3>\n<p>Die Auswertung von Dark Data ist au\u00dferdem ein wirkungsvoller Hebel zur Optimierung des Lieferantenportfolios.<\/p>\n<p>Durch die Konsolidierung s\u00e4mtlicher Lieferantendaten k\u00f6nnen Einkaufsabteilungen Potenziale erkennen f\u00fcr:<\/p>\n<ul>\n<li>den Austausch von Lieferanten,<\/li>\n<li>die Konsolidierung des Lieferantenstamms,<\/li>\n<li>die B\u00fcndelung von Einkaufsvolumina.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf diese Weise lassen sich sowohl die Gesamtperformance der Beschaffung als auch die Kosten nachhaltig optimieren.<\/p>\n<h3>Prozesse optimieren<\/h3>\n<p>Dark Data k\u00f6nnen dar\u00fcber hinaus Schwachstellen innerhalb der Einkaufsprozesse sichtbar machen.<\/p>\n<p>Durch die Analyse von:<\/p>\n<ul>\n<li>Bearbeitungszeiten,<\/li>\n<li>Bestellabl\u00e4ufen,<\/li>\n<li>Service-Leveln,<\/li>\n<\/ul>\n<p>lassen sich die unterschiedlichen Arten von Verschwendung im Sinne des Lean Managements erkennen, beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>Engp\u00e4sse,<\/li>\n<li>wiederkehrende Fehler,<\/li>\n<li>Abweichungen oder Nichtkonformit\u00e4ten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch die Analyse der eigentlichen Ursachen k\u00f6nnen Unternehmen diese Probleme dauerhaft an ihrer Quelle beseitigen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.manutan.de\/de\/oid\/savinside\"><strong>Die Savin&#8217;side\u00ae-Methode von Manutan<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Bei Manutan haben wir Savin&#8217;side\u00ae entwickelt \u2013 unsere Methode zur Optimierung von Beschaffungsprozessen auf Basis intelligenter Datenanalysen.<\/p>\n<p>Xavier Laurent, Director of Mergers &amp; Acquisitions der Manutan Gruppe, erl\u00e4utert: <em>\u201eWir nutzen Daten, um Einkaufsverhalten zu analysieren und unseren Kunden vollst\u00e4ndige Transparenz zu verschaffen. Dadurch k\u00f6nnen wir Benchmarks erstellen, Best Practices identifizieren und Einkaufsprozesse nachhaltig optimieren.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Wir nutzen genau jene Dark Data, die in vielen Unternehmen unbemerkt bleiben, um konkrete Verbesserungspotenziale aufzudecken.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Einkaufsabteilungen entwickeln und implementieren wir anschlie\u00dfend ma\u00dfgeschneiderte Ma\u00dfnahmenpl\u00e4ne.<\/p>\n<p>Dark Data geh\u00f6ren zu den am meisten untersch\u00e4tzten Ressourcen eines Unternehmens.<\/p>\n<p>Gleichzeitig stellen sie einen strategischen Hebel dar, um die operative Leistungsf\u00e4higkeit zu steigern, Kosten zu optimieren und Risiken besser zu kontrollieren.<\/p>\n<p>Unternehmen, denen es gelingt, dieses verborgene Datenpotenzial systematisch zu erschlie\u00dfen, verschaffen sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dark Data \u2013 also die gro\u00dfe Menge an Unternehmensdaten, die zwar vorhanden, aber bislang ungenutzt sind \u2013 stellen ein enormes Wertsch\u00f6pfungspotenzial dar. 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